Dr. Christina Bartsch
Sowohl das Bewusstsein für biologische Zusammenhänge als auch das psychodynamische Herangehen prägen meine Arbeit und mein Verständnis als Therapeutin und Coach.
Als approbierte Psychotherapeutin und Analytikerin arbeite ich seit etwa zehn Jahren mit Menschen unterschiedlichster Hintergründe zusammen. Hierbei gibt es kaum Begegnungen, bei denen der Arbeitskontext keine Rolle spielt. Dies liegt einerseits daran, dass wir wissen, dass Unzufriedenheit oder ein andauerndes Hadern mit unserer beruflichen Identität etwas ist, das potentiell und durch uns veränderlich ist, andererseits aber spüren wir, dass es Hürden gibt, die wir selbst fleißig – und gerne auch immer wieder – für uns aufbauen. Hierbei leiten uns oft Muster, die wir so sehr verinnerlicht haben, dass unsere Selbstsabotage uns heute gar nicht mehr auffällt. Sie spielt sich gradezu automatisch ab, während wir das Gefühl haben im Hamsterrad zu stecken und unseren eigenen Anteil daran nicht mehr sehen können.
Hierbei ist gar nicht so ausschlaggebend, ob wir selbstständig oder angestellt sind, ob wir im Team arbeiten oder Personalverantwortung tragen. Wir können in den unterschiedlichsten Kontexten Veränderungen anstoßen, Zufriedenheit erlangen oder uns sogar entwickeln und wachsen, wenn es uns gelingt, unseren basalen Bedürfnissen ausreichend gerecht zu werden.
Nicht immer ist dafür eine Psychotherapie nötig. Das analytische oder psychodynamische Denken eignet sich aber wunderbar, um unserem Erleben mehr Tiefe und Schärfe zu verleihen. Das liegt daran, dass wir mit der psychodynamischen Betrachtungsweise nicht nur auf der Oberfläche bleiben sondern uns auch den unbewussten Motiven zuwenden, die im Konflikt mit Ihren beruflichen Zielen (oder denen der Organisation) stehen können. Dies ist meist die Stelle, an der Konflikte oder Blockaden entstehen.
Werdegang
Von Molekularbiologie zu Psychologie
Von Molekularbiologie zu Psychologie
Nach einem anfänglichen Abstecher in die Molekularbiologie wechselte ich nach einigen Wochen das Fach und nahm mein Studium der Psychologie in Maastricht in den Niederlanden auf.
Da mich das Interesse für die biologischen Zusammenhänge des Lebens nicht verlassen hatte, entschied ich mich aber für ein Studium mit neurowissenschaftlichem Schwerpunkt.
Diese Faszination brachte mich in Form mehrmonatiger Forschungsaufenthalte nach Cambridge (MRC, Kognition and Brain Science Unit) sowie an die Universitätsklinik Köln, wo ich schließlich im Feld der Neuromodulation bei psychiatrischen Erkrankungen promovierte.
Neben den biologischen Korrelaten unseres Verhaltens faszinierte mich aber auch das nicht minder komplexe Feld der psychodynamischen Betrachtungsweise auf menschliches Verhalten, das auch dort einen Ansatz bietet, wo bewusstseinsnahe Erklärungen zu kurz greifen.
